Man bin ich froh, dass meine Mathe-Leistungskurs Klausur damals nicht zentral von solchen Volltrotteln im Kultusministerium in Düsseldorf gestellt wurde. Schaut sich denn niemand die Aufgaben hinterher mal an oder vergleicht die Aufgaben mit dem Lehrplan? Wenn ich mir ansehe welche Fehler in den Abi-Klausuren in den letzten zwei Jahren gemacht wurden. Falsche Worte mit negierender Bedeutung in Deutsch. Falsche Formeln in Chemie. Unlösbare Aufgaben in Mathematik. Und dazu noch eine Flut von vielen kleinen Fehlern in allen möglichen Bereichen.
Da lässt sich Frau Sommer lobhudeln über die tollen Fortschritte in der Bildungspolitik, die Wirklichkeit ist aber äußerst ernüchternd. Das Allerschlimmste ist dann auch noch die Frechheit die Beweislast den Schülern aufzunötigen. Warum müssen Schüler nachweisen, dass die Aufgabe unlösbar war bzw. der Stoff nicht im Unterricht behandelt wurde? Hier darf vom Kultusminsterium mal Rückgrad bewiesen werden. Die Klausur sollte ohne Angabe von Gründen neu geschrieben werden dürfen. Ist denn Frau Sommer nicht bekannt, dass am Abitur äußerst wichtige Termine wie Bewerbungen an Universitäten, Ausbildungsbeginn und ggf. Wehr- oder Zivildienst hängen?
Aber Qualität wird ja nur bei den Schülern durch zentrale Lernstandserhebungen, zentrale Abschlussprüfungen und zentrales Abitur (angeblich) geprüft. Die Qualität der Arbeit von Lehreren, Schulbehörden und Ministerium wird nicht geprüft. Das erweckt bei mir den Eindruck, dass da vielleicht überhaupt keine prüfbare Qualität vorhanden ist.
Liebe Schüler, lasst Euch nicht alles gefallen! Hier ist die vielbeschworene Zivilcourage, diesmal in eigener Sache nötig! Vielleicht machen alle Mathe-Leistungskurs Abiturienten aus NRW demnächst mal einen schönen Ausflug nach Düsseldorf (Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf). Aber macht Euch nicht zu viel Hoffnung. Das Ministerium ist wie die e-Funktion. Differenzieren und Integrieren ändert nicht viel!
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1 Kommentar:
Gut geschrieben. Letztlich ist's den Politikern doch egal, da ja doch nur die von dir erwähnten Lobesreden auf die Verbesserung der Bildungspolitik an die Öffentlichkeit dringen.
Dass letztlich die Schüler darunter leiden müssen, dass die Stellschrauben des Bildungssystems nur oberflächlich festgezurrt werden, beim näheren Hinschauen jedoch eine ziemlich wackelige Konstruktion entstanden ist, muss dann eben als Kollateralschaden abgetan werden. Ihre eigene Reputation geht den Herren Politikern allemal vor.
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